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Normgerechter Schallschutz mit Porenbeton

Baulicher Schallschutz im Wohnungsbau

Bei der Wohn- und Lebensqualität nimmt der Schutz vor Lärm und störenden Geräuschen einen immer höheren Stellenwert ein. Denn Lärm- und Geräuschbelästigungen beeinflussen das gesundheitliche Wohlbefinden und stören die persönliche Privatsphäre. Darum ist baulicher Schallschutz in Wohngebäuden besonders wichtig – als Schutz vor Außenlärm und zur Reduzierung der Schallübertragung von einer Wohneinheit zur anderen innerhalb eines Gebäudes bzw. bei aneinandergrenzenden Gebäuden.

Monolithische Außenwandkonstruktionen und zweischalige Haustrennwände aus Porenbetonmauerwerk erreichen ohne zusätzliche Maßnahmen einen normgerechten Schallschutz. Dabei sorgt die homogene Verteilung der Luftporen im Baustoff für eine gleichmäßige Schalldämmung in alle Richtungen.

Abbildung: Haustrennwände aus Porenbeton (17,5 cm breit) mit Mineralfaserdämmung, Anschluss an monolithische Porenbeton-Außenwand (36,5 cm breit)

 
 

Darstellung der Schallschutzniveaus am Beispiel verschiedener Geräuscharten

Die linke Abbildung in der Grafik erläutert beispielhaft, was im Allgemeinen unter unterschiedlichen Schallschutzniveaus ‒ von der Hörgrenze bis zur Schmerzgrenze ‒ zu verstehen ist. Wie verschiedene Geräuscharten grundsätzlich aus der benachbarten Haushälfte im eigenen Wohnbereich wahrgenommen werden, zeigt die rechte Abbildung der Grafik. Dabei ist die Wahrnehmbarkeit bzw. das Störpotential von Geräuschen erheblich vom Grundgeräuschpegel in der eigenen Wohnung abhängig. So werden Geräusche in ruhigen Abendstunden eher als störend empfunden, als am Tage, wenn z. B. Verkehrslärm andere Geräusche überdeckt. Auch die subjektive Einstellung zur Geräuschquelle und die Geräuschart spielen eine entscheidende Rolle.

Die Lautstärke eines Geräusches aus einer Nachbarwohnung ‒ angegeben als Schallpegel meist in dB(A) ‒ reduziert sich in der Regel nicht allein über das direkte, bewertete Schalldämm-Maß R’w des Trennbauteiles. Auch sind die Schalldämm-Maße über die Stoßstellen zu den angrenzenden Bauteilen mit maßgebend für die gesamte Schalldämmung. Die rechte Abbildung in der Grafik veranschaulicht dabei lediglich die grundsätzliche Reduzierung des Schallpegels über geeignete Trennbauteile (z. B. Haustrennwände). Auch tieffrequente Geräusche wie beispielsweise tiefe Männerstimmen oder Bässe von Musikanlagen werden in Gebäuden stärker übertragen und daher eher als störend empfunden.

Schalldämmung von Porenbetonbauteilen

Porenbeton ist ein Baustoff, der viel bauphysikalische Vorzüge in sich vereint. Auch in schalltechnischer Hinsicht weist Porenbeton vorteilhafte Eigenschaften auf, was sich ‒ bei gleicher Masse eines Bauteils ‒ in einer im Vergleich zu schwereren Baustoffen höheren Schalldämmung äußert, welche auf die durch die Porenstruktur bedingte innere Materialdämpfung zurückzuführen ist. Dies war bereits durch den sogenannten „2 dB-Bonus“ in der alten DIN 4109 aus dem Jahr 1989 manifestiert. In der neuen, bauaufsichtlich eingeführten DIN 4109, Ausgabe 2016, hat diese Tatsache Eingang in die Gleichungen zur Berechnung der flächenbezogenen Massen und der Ermittlung der Direktschalldämmung von Bauteilen aus Porenbeton gefunden. Damit können die Mindestanforderungen an den Schallschutz bei Einfamilienhäusern sowie Doppel- und Reihenhäusern problemlos erfüllt werden. Für zweischalige Haustrennwände liegen sogar Eignungsprüfungen nach den Empfehlungen für den erhöhten Schallschutz vor.