Planen mit IQ

Planen mit IQ - Optimierung der Energieeffizienz

Porenbeton: Baustoff für mehr Energieeffizienz

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Ein gut gedämmtes, luftdichtes Gebäude ist in unseren Breitengraden die grundlegende Voraussetzung dafür, um durch die Reduktion der Transmissionswärmeverluste Heizenergie zu sparen und den Schadstoffausstoß zu verringern. Porenbeton ist ein massiver Baustoff mit einer hervorragenden Wärmedämmung.

Porenbeton-Plansteine PPW erzielen heute eine Wärmeleitfähigkeit von bis zu l = 0,07 W/(mK). Während manche Mauersteine den geforderten Wärmeschutz häufig nur mit zusätzlichen, in der Herstellung sehr energieintensiven Dämmstoffen erreichen, bietet der Baustoff Porenbeton durch Millionen feinster Luftporen so gute Wärmedämmeigenschaften, dass einschalige Wände nicht nur den Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) entsprechen, sondern auch den Anforderungen an KfW-Energiesparhäuser. Eine 36,5 cm dicke tragende Außenwand aus Porenbeton-Plansteinen W der Rohdichteklasse 0,35 mit einer Wärmeleitfähigkeit von 0,09 W(mK) - beidseitig verputzt - liefert einen U-Wert von 0,23 W/m²K. Die Praxis zeigt, dass Energiesparhäuser in monolithischer Bauweise aus Porenbeton problemlos möglich sind.

Porenbeton besteht zu 80 Prozent aus Luft, besitzt dabei aber eine hohe Druckfestigkeit und damit Tragfähigkeit. Und Luft ist wegen ihrer niedrigen Wärmeleitfähigkeit einer der besten Wärmedämmstoffe, zumal wenn sie rundherum in Poren eingeschlossen ist. Durch diese hervorragende Wärmedämmung von Porenbeton-Häusern reduzieren sich nicht nur der Energiebedarf, sondern auch die CO2-Emissionen. Als rein mineralischer Baustoff ist er zudem nicht brennbar und bietet bereits bei geringen Wanddicken höchsten Brandschutz.

Mit Wandbaustoffen aus Porenbeton können auch die Anforderungen an luftdichte Konstruktionen hervorragend erfüllt werden. Denn nach DIN 4108-3 ist nass verputztes Mauerwerk aus Porenbeton grundsätzlich luftdicht. Die Luftdichtheitsschicht wird durch den Putz gewährleistet. Die Vielzahl von geschlossenen Poren bedeutet, dass ein Durchströmen der Steine in keiner Richtung möglich ist, was eine zusätzliche Sicherheit bietet.

Da es ein komplettes Bausystem aus Porenbeton gibt, können Außenwände, Dächer und Decken homogen aus einem Material erstellt werden. Die aufeinander abgestimmten Einzelkomponenten ermöglichen die  luftdichte und damit nahezu wärmebrückenfreie Verarbeitung, wodurch Baufehler vermieden werden und höchste Energieeffizienz erzielt wird.

Herausragende Gesamtenergieeffizienz durch schonende Rohstoffgewinnung und energiesparende Herstellung

Die Einbeziehung der Rohstoffgewinnung über die Herstellung bis zum Rückbau ergibt eine herausragende Gesamtenergieeffizienz von Porenbeton. Der  Baustoff besteht fast ausschließlich aus natürlichen heimischen Rohstoffen. Hauptbestandteil ist quarzhaltiger Sand, der in nahezu unbegrenzter Menge oberflächennah zur Verfügung steht und ohne großen Aufwand abgebaut werden kann. Da die Standorte eines Porenbetonwerkes sich in der Regel an den Sandvorkommen orientieren, sind die Umweltbelastungen durch Transportwege für den Hauptrohstoff auf ein Minimum beschränkt. Als Bindemittel kommen Kalk und Zement zum Einsatz. Ausgangsstoff für die Herstellung von Feinkalk ist Kalkstein. Auch Zement wird zu rund 98 % aus Kalkstein gewonnen. Zugegeben werden darüber hinaus Gips oder Anhydrit. Für die Porenbildung sorgt die Zugabe von geringen Mengen Alumini-um (max. 0,1 Gew.-%), das aus einem Recyclingprodukt hergestellt wird. Ein weiterer wichtiger Ausgangsstoff ist Wasser. Durch Mehrfachnutzung des Betriebswassers in einem geschlossenen Kreislauf wird die Entstehung von Abwässern praktisch vermieden.

Darüber hinaus ist das außergewöhnlich große Baustoff-/Rohstoff-volumen-Verhältnis von fünf zu eins beim Porenbeton ökologisch wertvoll hinsichtlich des Ressourcenverbrauchs. Denn es bedeutet: Ein Kubikmeter fester Rohstoffe ergibt etwa fünf Kubikmeter Porenbeton.

Die Herstellung von Porenbeton ist energiesparend angelegt. Der Primärenergiebedarf liegt im Vergleich zu anderen Wandbaustoffen  im unteren Bereich. Daran ist die Rohstoffgewinnung mit knapp 60% beteiligt, während der eigentliche Produktionsprozess ungefähr 40% ausmacht. Die Hälfte davon wird zur Dampferzeugung für die Härtung im Autoklaven benötigt. Bei 8 - 12 bar und 170 - 200 °C werden die Bauteile ca. 6 - 10 Stunden dampfgehärtet. Als Energieträger wird überwiegend Erdgas eingesetzt, um die Schadstoffemissionen der Abgase so gering wie möglich zu halten.

Porenbeton ist mehrfach in einen Materialkreislauf eingebunden mit dem Ziel, die Abfallmengen möglichst gering zu halten. Bereits bei der Produktion im Werk entstehende Restmengen vor und auch nach der Dampfhärtung werden wieder in die Produktion zurückgeführt. Ähnlich werden sortenreine Porenbetonreste von Baustellen durch die Porenbetonwerke zurückgenommen und wiederverwertet. Damit ist eine effektive und ökonomische Ausnutzung aller Ressourcen garantiert.

Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit im Lebenszyklus

Langfristig gesehen werden die Kosten eines Gebäudes weniger durch die Baukosten als durch die Unterhaltskosten bestimmt, wovon den größten Teil die Heizkosten ausmachen. Produkte aus Porenbeton werden mit äußerst geringen Maßtoleranzen gefertigt. Deshalb ist es möglich, Plansteine im Dünnbettmörtelverfahren mit einer 1 bis 3 mm dicken Fuge zu vermauern. Daraus resultieren ein geringerer Mörtelverbrauch, ein reduzierter Feuchteeintrag und eine Verringerung der Wärmebrückenwirkung der Fuge. Der Aufwand für das sogenannte Trockenheizen wird damit deutlich gesenkt. Die einfache Be- und Verarbeitung spart durch raschen Baufortschritt Kosten für die Zwischenfinanzierung und stellt trotzdem die Qualität sicher.

Weitere Stärken von Porenbetonbauteilen liegen in der hohen Festigkeit bei relativ geringem Gewicht, dem optimalen Brandschutz aufgrund der mineralischen Zusammensetzung, dem normgerechten Schallschutz sowie der Wertbeständigkeit und Langlebigkeit eines Massivbaustoffes. Abbruch und Rückbau von Gebäuden bzw. Bautei-len aus Porenbeton sind gesundheitlich unbedenklich. Abbruchmaterialien aus Porenbeton können mechanisch zerkleinert und zu Granulat verarbeitet werden. Der Bauschutt ist aufgrund seiner mineralischen Zusammensetzung aber auch unproblematisch zu deponieren.

Wärmeschutz von Porenbeton geeignet für KfW-Energiesparhäuser

Mit Porenbeton lässt sich auch ein KfW-60-Haus einschalig und daher sehr wirtschaftlich realisieren – ohne die Baukosten erheblich zu erhöhen. Dabei kommt es ganz besonders auf eine in allen Details durchdachte Planung und Ausführung einer gut gedämmten Gebäudehülle an. Mit Wärmeleitfähigkeiten von 0,09 W/mK im Bereich der Außenwände – teilweise auch schon von 0,07 W/mK - und < 0,16 W/mK für Ergänzungsbauteile erfüllt Porenbeton diese erhöhten Anforderungen ohne messbaren Mehraufwand, weil auch hier die Zusatzdämmung entfällt. Die Plansteine bieten ein Höchstmaß an Energieeinsparung, ohne die statischen Eigenschaften zu beeinträchtigen. Denn es handelt sich um einen Vollstein, der gleich gute Wärmedämmeigenschaften in allen Richtungen bietet und daher Wärmebrücken minimiert. Die Außenwände sind verputzt bereits luftdicht, lediglich das Dach und die Kellerdecke müssen gedämmt werden.

Noch weiter reichen die Anforderungen für KfW-40-Häuser: Der Zulässige Jahres-Primärenergiebedarf von 40 KWh pro Quadratmeter  ist gegenüber dem KfW-60-Haus noch einmal um ein Drittel gesenkt. Auch dieser Standard ist mit Porenbeton-Planblöcken und entsprechender Haustechnik einschalig realisierbar.

Newsletter 2-2017

Die Themen im Überblick: Porenbeton-Handbuch - erste überarbeitete Kapitel online Ι Normen und Verordnungen Ι Pestel-Studie zur Versicherung "nicht massiver" Bauten

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Vorstandswahl 2017

Aufbruchstimmung bei der Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Porenbetonindustrie e.V.Dresden / Berlin – Turnusgemäß trafen sich die Mitglieder des Bundesverbandes Porenbetonindustrie e.V. ...

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Newsletter 1-2017

Die Themen im Überblick: DIN SPEC 91314 Ι Gebäudeenergiegesetz (GEG) Ι Porenbeton-Handbuch

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