Bauart

Die Massivbauweise, insbesondere der Mauerwerksbau, hat sich in Deutschland seit Generationen bewährt. Wertbeständigkeit und Dauerhaftigkeit sind nur zwei Begriffe, die den Massivbau charakterisieren. So liegt es auf der Hand, dass Massivbaustoffe die Spitzenposition unter den Wandbaustoffen ausmachen. Die ausschließliche Betrachtung des Baustoffs greift jedoch in der Regel zu kurz.
 
Bauart03„Bauen mit System”...
ist eine der Voraussetzungen, unter denen heutzutage Gebäude errichtet werden müssen, damit sie den Anforderungen an das Wohnen und an die Umwelt gerecht werden. Solche Gebäude verlangen rationelle Bauverfahren und Baustoffe mit vorteilhaften Eigenschaften. Wirtschaftliche Kriterien, wie Herstellungs-, Transport- und Montagekosten bestimmen neben technischen Kriterien, wie Festigkeit, Wärmeschutz, Schallschutz und Brandschutz, die Vielfältigkeit eines Baustoffes und somit die Menge der benötigten Ergänzungsbaustoffe.
 
Wohnbau02Im Allgemeinen werden viele verschiedene Baustoffe miteinander kombiniert, weshalb bei solchermaßen zusammengefügten Konstruktionen wegen der unterschiedlichen technischen und funktionalen Anschlussbedingungen hohe Kosten sowie energetische und konstruktive Schwachstellen entstehen können. Komplizierte Anschlüsse müssen geplant und umgesetzt werden, entsprechend viele Baustoffe müssen vorgehalten werden.
 
Hersteller, die im Bundesverband Porenbeton zusammengeschlossen sind, bieten daher nicht nur einzelne Produkte für einzelne Bauteile an, sondern ein komplettes Bausystem für das gesamte Gebäude mit einem umfassenden Service- und Dienstleistungsangebot.

Videos-VerarbeitungVideosequenz zur Verarbeitung von Porenbeton-Produkten (5 Minuten)

 

 

 

 

 

Wohnbau

Wohnbau01Porenbeton-Bausysteme für den Wohnbau sind dadurch gekennzeichnet, dass der Baustoff neben der Lastabtragung und der Aussteifung des Gebäudes auch die bauphysikalischen Funktionen des Wärmeschutzes, des Brandschutzes und des Schallschutzes übernimmt. Der gesamte Rohbau kann aus Porenbetonbauteilen erstellt werden.

Für tragende und nichttragende Wände kommen Plansteine, Planelemente und Wandtafeln in Frage. Für nichttragende Wände gibt es außerdem Planbauplatten. Damit stehen Konstruktionen mit sehr unterschiedlichen Vorfertigungsgraden zur Verfügung, die entsprechend dem Bauvorhaben verwendet werden können.

Wohnbau02 01Decken werden aus bewehrten Porenbeton-Deckenplatten hergestellt. Sie erfüllen innerhalb eines Wohnhauses im Zusammenhang mit den übrigen Bauteilen wesentliche Funktionen wie:

  • Lastabtragung
  • Aussteifung des Gebäudes (Deckenscheibe)
  • Brandschutz (feuerbeständiges Bauteil)
  • Schallschutz durch die Kombination mit schwimmendem Estrich und ggf. einer Unterdecke
  • Wärmeschutz bei einer Anordnung über Durchfahrten oder unbeheizten Räumen sowie als Kellerdecke und als Dachdecke

Aus Porenbeton-Dachplatten werden sowohl flache als auch geneigte Dächer hergestellt. Die massive Ausführung des Daches hat gegenüber leichten Konstruktionen wesentliche Vorteile in Bezug auf den sommerlichen und winterlichen Wärmeschutz und den Schallschutz.

Das Produktprogramm wird durch Treppenstufen, Fertigstürze, U-Schalen und Deckenrandsteine ergänzt. Die zulässigen Belastungen von Stürzen und U-Schalen können in Abhängigkeit von Abmessung und Stützweite entsprechenden Tabellen entnommen werden.

Bauart-Wohnbau-1200

Wirtschaftsbau

Wirtschaftsbau01Im Wirtschaftsbau kommt es bei der Erstellung von Hallen und Geschossbauten auf die Vielseitigkeit und die Anpassungsmöglichkeiten des Bausystems an. Das gilt nicht nur für den Neubau, sondern auch für die immer wieder erforderlichen Anpassungen der vorhandenen Gebäude an neue Nutzungsarten. Wegen der Erfüllung verschiedener Funktionen, wie Lastabtragung, Wärmeschutz, Wärmespeicherung, Brandschutz und Schallschutz, mit durch ein Material ist Porenbeton für den Wirtschaftsbau besonders geeignet.

Wirtschaftsbau02Außenwände können im Wirtschaftsbau sowohl ausfachend – die übliche Lösung bei Skelettbauten – als auch tragend erstellt werden. Für ausfachende Außenwände kommen liegende und stehende Porenbeton-Wandplatten in Frage. Selbstverständlich kann die Ausfachung auch aus Porenbetonmauerwerk bestehen. Alle genannten Produkte werden auch für Innenwände eingesetzt. Das Lieferprogramm der Wandbauteile wird durch eine Vielzahl sog. Designelemente ergänzt.

Decken können aus bewehrten Porenbeton-Deckenplatten hergestellt werden, die als Fertigteile bereits bei der Montage sofort begehbar sind. Sie werden einfach verlegt und verankert. Lediglich die Fugen und die Verankerungen müssen mit Zementmörtel vergossen werden, so dass der Einbau ohne Schalung und weitgehend trocken möglich ist. Wird eine Decke als Scheibe ausgebildet, kann sie zur Aussteifung des Gebäudes und zur Aufnahme von Horizontalkräften genutzt werden. Besonders im Wirtschaftsbau ist es von Vorteil, dass Porenbetondecken sehr gute Kennwerte im Wärme-, Schall- und Brandschutz aufweisen, ohne dass zusätzliche konstruktive Maßnahmen erforderlich sind.

Aus Porenbeton-Dachplatten werden Flachdächer oder geneigte Dächer hergestellt. Wie Deckenplatten sind sie bewehrt und können bei entsprechender Dimensionierung als Scheiben zur Aussteifung des Gebäudes herangezogen werden.

Bauart-Wirtschaftsbau-1200

Objekte

Architektur entsteht immer als eine Synthese aus unterschiedlichen Einflüssen, die Architektinnen und Architekten bei ihren Planungen berücksichtigen. Primär wird durch die Architektur ein Gehäuse für eine bestimmte Funktion geschaffen, die durch die Bauaufgabe vorgegeben ist. Häufig ist diese Funktion eindeutig, festgelegt durch eine bestimmte Nutzung. Oft aber ist die Funktion gerade dadurch gekennzeichnet, dass die Nutzung im Laufe der Jahre wechselt. Dieser Wechsel erfordert eine Flexibilität der Funktion und eine Anpassung des Gebäudes an diese Flexibilität.

Die Form wird ebenfalls aus der Bauaufgabe abgeleitet. Davon betroffen sind die Gestaltung des äußeren Baukörpers und seiner Räume sowie die Art der Durchdringung von außen und innen. Die Form entsteht aber auch im Wechselspiel der Konstruktionen und Materialien, nicht zuletzt auch als bewusste Formgebung durch die Planerinnen und Planer im Sinne eines bestimmten gestalterischen Konzepts.

Konstruktion und Materialwahl wiederum entsprechen zunächst der Bauaufgabe. Bestimmte Spannweiten oder bauphysikalische Eigenschaften müssen mit wirtschaftlich vertretbarem Aufwand erreicht werden. Dennoch bleibt weiterer Spielraum, innerhalb dessen rationale Gesichtspunkte wie die Konstruktion anderen Einflussfaktoren wie dem gestalterischen Konzept angepasst werden können.

Schließlich hat auch der Herstellungsprozess des Gebäudes in der Art der Produkt- und Bauteilherstellung und der Montage einen bestimmenden Einfluss - nicht nur für die Wirtschaftlichkeit, sondern z.B. auch für die Materialwahl.

Jeder dieser Einflussfaktoren hat sein Gewicht bei der Konzeption und der Ausführung des Gebäudes. Und jeder steht mit den übrigen in einer engen Wechselbeziehung. Planungsaufgabe ist es, für diese Wechselbeziehungen die angemessene Synthese zu finden. So wird in der Praxis durchaus einmal der eine, ein anderes Mal ein anderer Faktor das größere Gewicht haben und von seiner Logik her das Gebäude mehr prägen, aber immer bleiben auch die übrigen mitbestimmend.

Im Folgenden sind einige Beispiele dargestellt, die die unterschiedlichen Möglichkeiten des Bauens mit dem vielseitigen Baustoff Porenbeton zeigen:

Wohnbauprojekte:

Aufstockung - Wohn- und Geschäftshaus in Oldenburg

Doppelhaus in Borsfleth

Einfamilienhaus in Lübeck

Mehrfamilienhaus in Dessau

Einfamilienhaus in Lübeck

Passiv-Reihenhäuser, 4 Wohneinheiten in Hamburg

Einfamilienhaus in Porta Westfalica

Reihenhaus in Hamburg-Heimfeld

Einfamilienhaus in Ostfriesland

Reihenhaus in Lübeck

Altenwohnanlage in Bremen-Walle

Einfamilienhaus in Lübeck

Kapitaensviertel in Bremerhaven

Einfamilienhaus in Hamburg

Wirtschaftsbauprojekte:

Baysystems BÜFA Polyurethan GmbH & Co.KG, Oldenburg

Merschbrock Kunststoff Spritzguss GmbH, Verl

Prod.- & Verwaltungsgebäude, Firma PACK2000, Landshut

Schulz Systemtechnik GmbH, Visbek

Vorstandswahl 2017

Aufbruchstimmung bei der Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Porenbetonindustrie e.V.Dresden / Berlin – Turnusgemäß trafen sich die Mitglieder des Bundesverbandes Porenbetonindustrie e.V. ...

Mehr dazu ...

Newsletter 1-2017

Die Themen im Überblick: DIN SPEC 91314 Ι Gebäudeenergiegesetz (GEG) Ι Porenbeton-Handbuch

Mehr dazu ...

Newsletter 2-2016

Themen im Überblick: Mauerwerksforum am 29.11.2016 in Berlin Positionspapier zur Wohnimmobilienkreditrichtlinie EuGH-Urteil

Mehr dazu ...

Unsere Mitglieder

http://bv-porenbeton.de/index.php/verband/mitglieder
http://bv-porenbeton.de/index.php/verband/mitglieder
http://bv-porenbeton.de/index.php/verband/mitglieder
http://bv-porenbeton.de/index.php/verband/mitglieder
http://bv-porenbeton.de/index.php/verband/mitglieder
http://bv-porenbeton.de/index.php/verband/mitglieder

 

Kontakt

captcha
Neu laden

Downloads

Bestellformular